Phase 1: Planung und genaue Vermessung
Eine sorgfältige Vorbereitung hilft, kostspielige Fehler und unnötige Nacharbeiten zu vermeiden.
Rechtliche Rahmenbedingungen prüfen
Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, sollten Sie klären, ob der Doppelstabmattenzaun an der geplanten Stelle errichtet werden darf. In einigen Fällen gelten Vorschriften bezüglich der maximalen Höhe oder des Abstands zur Grundstücksgrenze. Es empfiehlt sich außerdem zu überprüfen, wo genau die Grenze Ihres Grundstücks verläuft.
Die richtige Zaunlänge bestimmen
Standardmäßige Zaunfelder haben in der Regel eine Breite von etwa 250 cm. Der Abstand zwischen den Pfosten sollte daher entsprechend angepasst werden.
In der Praxis ist die Grundstückslänge selten ein exaktes Vielfaches der Breite der Zaunelemente. Das letzte Feld muss häufig angepasst oder durch ein schmaleres Element ersetzt werden.
Tipp: Planen Sie bereits im Voraus die Position von Tor oder Gartentür, da deren Breite die Anordnung der Pfosten beeinflusst.
Phase 2: Benötigte Werkzeuge und Materialien
Wenn Sie alle Werkzeuge im Voraus vorbereiten, verläuft die Montage deutlich reibungsloser.
Typischerweise benötigen Sie:
Maurerschnur und Holzpflöcke zum Festlegen der Zaunlinie
Maßband oder Gliedermaßstab
Wasserwaage
Spaten oder Handerdbohrer für die Fundamentlöcher
Akkuschrauber oder Schraubenschlüssel zur Befestigung der Halterungen
Beton zum Setzen der Pfosten
Holzlatten zur Stabilisierung der Elemente während des Aushärtens des Betons
Winkelschleifer, falls ein Zaunelement gekürzt werden muss
Zinkspray oder Korrosionsschutzfarbe zur Sicherung der Schnittkanten
Phase 3: Verlauf des Zauns festlegen
Zuerst muss der genaue Verlauf des Zauns bestimmt werden.
Schlagen Sie Pflöcke in den Ecken des Grundstücks ein und spannen Sie anschließend eine Maurerschnur zwischen ihnen. Die Schnur sollte die äußere Linie des Zauns markieren. Dadurch können alle Pfosten exakt ausgerichtet werden.
Je präziser dieser Schritt ausgeführt wird, desto einfacher wird die spätere Montage.
Phase 4: Fundamente für die Pfosten vorbereiten
Die Stabilität des Zauns hängt in erster Linie von der soliden Befestigung der Pfosten ab.
Die Fundamentlöcher sollten ungefähr folgende Maße haben:
ca. 30 cm Breite
ca. 70–90 cm Tiefe
Diese Maße tragen dazu bei, die Konstruktion gegen Kippen zu sichern und vor Frostschäden zu schützen.
Nach dem Ausheben der Löcher empfiehlt es sich, deren Position noch einmal im Verhältnis zum geplanten Abstand der Zaunfelder zu kontrollieren.
Phase 5: Den ersten Pfosten setzen
Der erste Pfosten dient als Referenzpunkt für die gesamte Zaunanlage.
Setzen Sie ihn in das vorbereitete Loch und füllen Sie Beton ein. Richten Sie den Pfosten mit einer Wasserwaage exakt senkrecht aus. Es ist sinnvoll, ihn zusätzlich mit Holzlatten zu fixieren, damit er sich während des Aushärtens nicht verschiebt.
Phase 6: Zaunfelder und weitere Pfosten montieren
Am einfachsten ist es, die Zaunelemente schrittweise zusammen mit den nächsten Pfosten zu montieren.
Die Vorgehensweise sieht wie folgt aus:
Befestigen Sie das erste Zaunfeld am bereits montierten Pfosten
Verbinden Sie den zweiten Pfosten mithilfe von Halterungen mit dem Zaunfeld
Setzen Sie den Pfosten in das nächste Fundamentloch ein
Richten Sie ihn senkrecht aus und stellen Sie die passende Höhe ein
Füllen Sie das Loch mit Beton
Durch diese Methode gibt das Zaunfeld automatisch den korrekten Abstand zwischen den Pfosten vor und reduziert Messfehler.
Phase 7: Das letzte Zaunelement anpassen
Der letzte Abschnitt des Zauns muss häufig individuell angepasst werden.
Falls das Zaunfeld zu breit ist, kann es mit einem Winkelschleifer gekürzt werden. Nach dem Zuschneiden sollten die Metallkanten unbedingt mit einem geeigneten Korrosionsschutz behandelt werden.
Unbehandelter Stahl kann schnell rosten.
Häufige Schwierigkeiten bei der Montage
Unebener Untergrund
Bei Grundstücken mit Höhenunterschieden empfiehlt sich eine stufenweise Montage. Dabei wird jedes weitere Zaunfeld etwas höher oder niedriger positioniert, während die obere Kante des Zauns eine gleichmäßige Linie bildet.
Probleme beim Anpassen der Elemente
Wenn die Löcher nicht exakt positioniert wurden, kann die Lage der Pfosten noch korrigiert werden, solange der Beton nicht vollständig ausgehärtet ist.
Instabile Pfosten
Falls sich ein Pfosten nach dem Einbetonieren bewegt, sollte er zusätzlich abgestützt werden, bis der Beton vollständig fest ist.
Montage eines Doppelstabmattenzauns: Fazit
Die Selbstmontage eines Doppelstabmattenzauns kann die Kosten deutlich reduzieren und bietet zugleich Zufriedenheit über die eigene Arbeit. Entscheidend sind präzise Messungen, korrekt ausgerichtete Pfosten und ausreichend Geduld beim Ausrichten der Konstruktion.
Ein sorgfältig montierter Zaun bleibt über viele Jahre stabil und optisch ansprechend.