Montag, 18 August 2025 09:20

Frau nach Angriff mit brennbarer Flüssigkeit gestorben

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 Polizei ermittelt nach tödlichem Angriff in Weißenfels Polizei ermittelt nach tödlichem Angriff in Weißenfels Foto: Pexels-Pixabay/ Foto illustrativ

Eine 47 Jahre alte Frau aus Weißenfels ist an den Folgen schwerer Brandverletzungen gestorben. Ihr 44-jähriger Partner steht im Verdacht, sie mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet zu haben. Die Staatsanwaltschaft Naumburg bestätigte den Tod am Freitagmittag.

Inhaltsverzeichnis:

Angriff in Wohnung in Weißenfels

Die Tat ereignete sich am Samstag gegen 23.15 Uhr in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses. Die Kleidung der Frau fing sofort Feuer, sie erlitt Verbrennungen am gesamten Oberkörper. Zunächst galt ihr Zustand als lebensbedrohlich, später stabilisierte er sich etwas. Eine Vernehmung fand jedoch nicht mehr statt.

Nach der Tat wurde die Frau in eine Spezialklinik für Brandverletzungen gebracht. Ein Rechtsmediziner stellte fest, dass es sich nicht um einen Unfall handeln konnte. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an. Ergebnisse werden Ende nächster Woche erwartet.

Partner aus Polen in Untersuchungshaft

Der 44-Jährige, ebenfalls aus Polen, floh nach der Tat. Am Sonntagvormittag wurde er im Stadtgebiet von Weißenfels festgenommen. Zuvor hatte die Polizei nach ihm gefahndet. Am Tatort wurden umfangreiche Spuren gesichert, erste Zeugen vernommen. Der Tatverdächtige schweigt bislang und befindet sich in Untersuchungshaft.

Die Ermittler prüfen weiterhin das Motiv. Nach Angaben der Behörden ging der Tat ein lauter Streit zwischen den Partnern voraus.

Einschätzung des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt

Der Landesfrauenrat ordnete den Fall als dritten Femizid in Sachsen-Anhalt in diesem Jahr ein. Die Vorsitzende Michelle Angeli forderte entschlossenes Handeln der Justiz und der Sicherheitsbehörden. Sie verwies auf einen deutlichen Anstieg von Partnerschaftsgewalt in den letzten Jahren.

Auch die Gleichstellungsbeauftragte Katja Henze aus Weißenfels äußerte sich. Sie warnte davor, Begriffe wie „Drama“ oder „Tragödie“ zu verwenden, da sie das Leid der Opfer verharmlosen.

Zunehmende Partnerschaftsgewalt

Laut Landesfrauenrat werden zahlreiche Fälle häuslicher Gewalt nicht angezeigt. Die Organisation betont, weiterhin an der Seite der Betroffenen zu stehen und das Thema politisch wie gesellschaftlich voranzutreiben.

Wichtige Fakten zum Fall in Weißenfels:

  1. Opfer: 47 Jahre alt, aus Polen.
  2. Tatverdächtiger: 44 Jahre alt, Partner, ebenfalls aus Polen.
  3. Tatzeit: Samstag, 23.15 Uhr.
  4. Ort: Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Weißenfels.
  5. Ermittlungsstand: Verdächtiger schweigt, Untersuchungshaft angeordnet.

Die Ermittlungen zu Motiv und genauen Umständen dauern an.

Quelle: MDR, www.welt.sn2world.com