Inhaltsverzeichnis:
- Neuer Abschnitt zwischen Augustusplatz und Lenné-Anlage
- Verkehrsgrün und klare Trennung
- Weitere Ausbaupläne in Richtung Neues Rathaus
- Hintergrund zur Maßnahme
Neuer Abschnitt zwischen Augustusplatz und Lenné-Anlage
Die neue Fahrradspur entsteht auf der inneren Ringfahrbahn zwischen dem Augustusplatz und der Lenné-Anlage. Sie führt direkt am Gewandhaus vorbei. Der Abschnitt ist besonders wichtig, da viele Radfahrende derzeit einen Umweg über die Moritzbastei und die Schillerstraße nehmen. Dieser Bereich war wiederholt Schauplatz von Konflikten zwischen Radfahrenden und Fußgängern.
Künftig können Radfahrende aus Richtung Hauptbahnhof oder Johannisplatz den direkten Weg am Gewandhaus nutzen. Dafür wird eine der drei Fahrspuren für den Autoverkehr umgewandelt. Laut Stadtverwaltung wird dies jedoch keine Nachteile für Autofahrende mit sich bringen. Fahrzeuge, die über den Grimmaischen Steinweg oder den Georgiring kommen, nutzen ohnehin nur jeweils zwei Spuren – diese bleiben erhalten.
Verkehrsgrün und klare Trennung
Wie bei den bisherigen Abschnitten auf dem Ring wird auch der neue Radweg in Verkehrsgrün markiert. Diese Farbgebung sorgt für eine klare visuelle Abgrenzung. Die Stadt setzt damit auf durchgängige Gestaltung für bessere Orientierung. Auch die bestehende Abbiegespur in Richtung Innenstadt bleibt bestehen.
Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund 100.000 Euro. Die Bauarbeiten sollen bis zum 27. Mai abgeschlossen sein – vorausgesetzt, das Wetter bleibt trocken. Die Bauzeit ist auf wenige Tage begrenzt, sodass es zu keinen größeren Störungen im Innenstadtverkehr kommen soll.
Weitere Ausbaupläne in Richtung Neues Rathaus
Der Ausbau des Radverkehrs auf dem Leipziger Innenring ist damit nicht abgeschlossen. In den kommenden Monaten wird die Spur weiter in Richtung Neues Rathaus verlängert. Für die Fortführung der Strecke ist allerdings noch eine Anpassung der Ampelschaltung vor der Universitätsstraße notwendig.
Die Maßnahme geht auf ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts aus dem Jahr 2018 zurück. Damals wurde Leipzig verpflichtet, das Radfahrverbot auf dem Ring aufzuheben. Die Stadt muss seitdem für sichere und getrennte Verkehrswege für alle Verkehrsteilnehmer sorgen.
Hintergrund zur Maßnahme
- Länge des neuen Radwegs: 170 Meter
- Kosten: ca. 100.000 Euro
- Fertigstellung geplant bis: 27. Mai
- Lage: Augustusplatz bis Lenné-Anlage
- Maßnahme: Umwandlung einer Kfz-Spur in Radfahrspur
- Ziel: Entschärfung von Konflikten und Erhöhung der Sicherheit
Mit der neuen Spur verbessert Leipzig die Bedingungen für umweltfreundlichen Stadtverkehr und kommt rechtlichen Verpflichtungen nach. Der Ring soll künftig durchgängig für Radfahrende befahrbar sein.
Quelle: TAG24, www.welt.sn2world.com