Freitag, 03 Oktober 2025 21:43

Michael Wendler sorgt mit Leipzig-Auftritt für Empörung

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Kritik nach Wendler-Comeback in Leipzig Kritik nach Wendler-Comeback in Leipzig Pixabay/Foto illustrativ

Das Leipziger Oktoberfest hat die Rückkehr von Michael Wendler angekündigt. Der Schlagersänger soll am 18. Oktober auftreten. Die Ankündigung löste sofort einen massiven Shitstorm aus. Auf der Facebook-Seite des Festes sammeln sich seit Donnerstag zahlreiche kritische Kommentare.

Inhaltsverzeichnis:

Kritik am Leipziger Oktoberfest

Ein kurzes Video kündigte den Auftritt an. Es ist die Rede von einem „Comeback“ nach sechs Jahren Pause in Sachsen und fünf Jahren ohne Auftritt in Deutschland. Im Video läuft Wendlers Hit „Egal“. Unterlegt ist es mit dem Hinweis auf ein Zusatzprogramm. In der Caption heißt es: „Sei dabei, wenn wir gemeinsam feiern, singen & tanzen – das wird legendär!“

Doch die Reaktionen sind überwiegend negativ. Unter dem Ankündigungspost finden sich Kommentare wie:

  • „Geile Idee, den größten Schwurbler und Hasser aller Andersdenkenden nach Leipzig zu holen“
  • „Ich hoffe inständig, dass ihr das letzte Jahr in Leipzig seid“

Die Empörung richtet sich sowohl gegen den Sänger als auch gegen die Veranstalter.

Michael Wendler und verschwörungstheorien

Der Sänger war 2020 aus der Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ entlassen worden. Grund war seine scharfe Kritik an der Bundesregierung. Er warf ihr „grobe und schwere Verstöße gegen die Verfassung“ in der Corona-Krise vor. Zudem bezeichnete er Sender wie RTL als „gleichgeschaltet“.

Auf seinem Telegram-Kanal verbreitete er anschließend zahlreiche Verschwörungstheorien. Später relativierte er sogar den Holocaust, indem er Corona-Maßnahmen mit Zuständen in Konzentrationslagern verglich.

Von Einsicht zeigte er seither nichts. Stattdessen bezeichnete er seine Aussagen als „Aufklärungsarbeit“. In einem Interview mit dem AfD-nahen Magazin „Deutschland Kurier“ warb er zuletzt für die Partei, die vom Verfassungsschutz in Teilen als rechtsextremistisch eingestuft wird.

Gescheiterte comeback-versuche

Mehrere geplante Auftritte wurden in der Vergangenheit abgesagt. Ein Beispiel war ein Termin in Legden in Nordrhein-Westfalen. Dort hatte Ballermann-Sänger Ikke Hüftgold, bürgerlich Matthias Distel, mit einer Absage gedroht. Er erklärte auf Instagram, er wolle „keinen Veranstalter unterstützen, der Nazis eine Bühne gibt“. Daraufhin wurde das Event gestrichen.

Rückkehr nach Leipzig bleibt umstritten

Trotz dieser Vorgeschichte planen die Veranstalter das Comeback im Rahmen des Oktoberfestes. Für viele Kritiker ist die Entscheidung unverständlich. Die Diskussion zeigt, dass Wendlers Rückkehr die Gemüter spaltet und vor allem in Leipzig für großen Widerstand sorgt.

Quelle: TAG24, YouTube, www.sn2world.com/de